
Ich bin also allein unterwegs von Paris in Richtung Bora Bora, ohne Gepäck und ohne Plan. Zum ersten Mal habe ich mich aus der Reiseplanung herausgehalten. Thomas hat die Reise alleine vorbereitet. Wenn es läuft, dann so richtig! Immerhin – ich komme ohne weitere Komplikationen auf Bora Bora an, was Thomas drei Tage später nicht von sich behaupten kann.

Gleich nach der Landung darf ich die ersten Erfahrungen mit der polynesischen Art machen. Thomas sagte mir beim Abschied noch: keine Sorge, du wirst am Flughafen abgeholt. Am Flughafen wurden alle Passagiere auf Schiffe verladen nur ich blieb ohne Anschluss stehen. Die Männer der Fähre wollten mich mitnehmen, aber ich lehnte dankend ab, da ich ja abgeholt werden sollte. Von wem? fragten sie mich erstaunt. Als ich die Unterkunft nannte tauschten sie sich auf tahitisch aus und winkten mich an Bord. Besser mitfahren dachte ich, was letztendlich eine wirklich gute Idee war.

Am Hafen von Bora Bora angekommen stand ich wieder da. Wo ich hin wollte fragte mich ein Taxifahrer und auf meine Antwort sagte er „ah, der kommt mal, mal kommt er nicht“. Ok, was nun? Ab zur Touristeninfo, eine detaillierte Karte von Bora-Bora besorgen und mir erklären lassen, dass die Unterkunft nicht weit sei. Na gut, dann gehe ich eben – habe ja nur mein Handgepäck. Leider gibt es aber keine Bürgersteige und nur eine schmale, stark befahrene Straße mit einem Sandstreifen an der Seite, also trug ich das Gepäck statt zu ziehen. Taxi wäre doch gut gewesen dachte ich bei mir als ich im tropischen Bora Bora mit meinem Köfferchen die Straße entlang ging, eine Unterkunft suchend von der ich nur ungefähr wusste wo sie sein könnte…

… was lange währt: Am Ende bin ich angekommen und Gérard, der mir die Wohnung vermietete, war erstmal erstaunt über meine Ankunft, da er mich ja habe abholen wollen 🤷🏻♀️. Wie auch immer, ich kam an und konnte besorgen was mir alles fehlte – außer meinen Mann.

Türkis und saphirblaues Meer, weiße Strände und Kokospalmen, ein tropischer Traum, der sich vor allem auf den, die Lagune umschließenden Motus findet. Motu ist polynesisch und bedeutet Inselchen. Motus sind die Riffinseln, die ein Atoll umschließen. Die Kanäle zwischen den Motus, Hoa genannt, gewährleisten den Wasseraustausch zwischen Lagune und Pazifik.


Während die meisten Atolle Französisch-Polynesiens touristisch wenig erschlossen sind, gilt Bora-Bora als Hotspot. Das bedeutet, dass die umliegenden Motus von Resorts und Luxushotels belagert sind. Die Hauptinsel selbst hat nur einen kleinen öffentlichen Strandabschnitt am Matira Point. Hier findet sich das paradiesische Bild, das dem Reisekatalog entspringt.

Das besondere an dem Atoll Bora Bora ist der zumindest äußerlich erhaltene Vulkan in der Inselmitte, um den sich tropisches Grün und eine spektakuläre Natur entfaltet.

Die zwei Erhebungen des inneren Bora Bora’s sind der Mont Otemanu und der Mont Pahia. Vom Gipfel des Pahia soll der Legende nach der Kriegsgott Oro auf einem Regenbogen herabgestiegen sein. Der Weg nach oben in die Berge führt durch Obstgärten, Wälder, Orchideenfelder und farnbewachsene Spalten.


Abseits wunderschöner Natur, Farben und Motus zeigt sich das echte Leben, das eher von Einfachheit geprägt ist. Ein starker Kontrast zu den mit teuerstem Luxus bebauten Motus und hochpreisigsten Resorts, mit denen das echte Leben wenig zu tun hat.




Der Duft der Blüten ist allgegenwärtig auf den Atollen
Ich hatte einen tollen Aufenthalt auf Bora Bora und habe das beste aus meiner Zeit alleine im Honeymoon-Paradies herausgeholt. Mit dem Fahrrad habe ich die Insel einmal umrundet und dabei einige weniger touristische Winkel auf Bora Bora entdeckt.


Irgendwann ist dann auch Thomas auf der Insel angekommen, nachdem sein Flug in Paris zwei Stunden Verspätung hatte und er seinen Anschlussflug auf Tahiti verpasst hat. Der Folgeflug war dann schon voll besetzt, so dass er mit viel Glück noch einen Platz im letzten Flug nach Bora Bora ergattern konnte. Eine Anreise mit vielen Unwägbarkeiten und einem echten Happy End:

Ein erster Eindruck vom Paradies, das hier noch lange kein Ende findet! Wir melden uns wieder von Rangiroa. 🐠🐬🏝🌺

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Hallo Anne, hallo Thomas, mit dem dann letztlich doch guten Ausgang der verzwickten Anreise konnte ich mir ein Lachen über Deinen witzig Bericht nicht verkneifen. Sehr spannend und schön dargestellt und die Fotos sind sehr beeindruckend. Ich freue mich auf weitere Erlebnisse und wünsche euch noch eine gute Zeit. LG 🙋♂️
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grrrmmbl … witzigen ….😔
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😄 so isses doch meistens 😉 kann so oft korrigieren, wie ich will. Flutscht meist was durch 😎
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Das freut uns. Vor allem, wenn es Spaß macht und erheitert 😄🥰 Liebe Grüße 🌴🐠
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Pingback: Anne auf Bora Bora…. | MatschFinder
Schön,dass ihr euren Urlaub jetzt zusammen genießen könnt.
Liebe Grüße
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Danke, liebe Doro 🥰
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Trotz Unwägbarkeiten der Anreise, sind es jetzt schon wahnsinnig schöne Bilder! Ich freue mich auf den weiteren Reiseverlauf und wünsche euch eine tolle, unvergessliche Zeit!
LG Natascha
PS: jetzt ist mein Wunsch nach einer Insel definitiv noch höher gestiegen! 😉
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Vielen lieben Dank, Natascha! 😊🏝🐠🌺
Eine eigene Insel oder eine besuchen?
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Gegen eine ganz eigene Insel hätte ich derzeit nix einzuwenden 🫣
Na gut, erstmal einen Besuch auf einer, würde vielleicht auch ausreichen 😊
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Ich hab den Eindruck auf Dauer ist so eine kleine Insel ganz schön einsam. Das muss man auch können und wollen 😅
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Dankeschön Anne. Habt viel Spaß. LG agi und Robi
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Lieben Dank an dich Agi und viele Grüße an Robi!
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Pingback: Rangiroa | tactoburn
Es ist einfach zu schön 💕🥰💞 atemberaubende Landschaft und Farben.. die Blumen faszinieren mich.. Ihr seht toll und glücklich aus, drück euch 😍💞🥰💗
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Liebe Grüße 🤗🌺
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