Rangiroa

Von Bora Bora geht unsere Reise weiter nach Rangiroa. Während Bora Bora und Tahiti zu den Gesellschaftsinseln Französisch-Polynesiens gehören sind Rangiroa und unser nächstes Ziel Tikehau Atolle der Tuamotu-Inseln.

Rangiroa ist eines der größten Atolle der Welt. Die Lagune ist so groß, dass ganz Tahiti darin Platz finden würde.

Hier leben ungefähr 2.700 Menschen und es ist schon weniger touristisch. Es gibt ein paar Geschäfte und an einer Hand abzählbare Restaurants. Wobei es hier meist nicht die klassische Art von Restaurant ist, sondern sehr einfache Einkehrmöglichkeiten, in denen es sogenannte Snacks gibt. Bei den Snacks handelt es sich jedoch um recht große Mahlzeiten, die Bezeichnung ist hier irreführend. Ein klassisches Gericht der polynesischen Küche ist das Poisson cru de coco. Eine Art Ceviche: roher Fisch mit Gemüse in Kokosmilch mariniert.

Ein Hoa Rangiroas, also das Tidengewässer, das den Austausch zwischen Pazifik und Lagune gewährleistet, ist der Tiputa Pass. Dort tummeln sich aufgrund der Strömung und der dadurch guten Nahrungslage Delfine, Haie, Rochen und eine Menge anderer Meeresbewohner, die jeden Taucher begeistern.

Dem Treiben der Delfine zuzuschauen hat soviel Spaß gemacht und Freude bereitet, dass es schwer war, sich davon wieder zu lösen.

Die einzelnen Motus Rangiroas sind immer wieder durch Hoas voneinander getrennt. Es gibt die Hauptinsel, auf der das Dorf Avatoru, die meisten Einheimischen, Restaurants und Lebensmittelläden beherbergt. Alle anderen Motus sind weitgehend unbewohnt.

Ein Boot ist erforderlich, um andere Motus zu erreichen. Wir haben Lagon Bleu und Île aux Récifs besucht. Auf diesen unbewohnten Motus findet man sich in Filmkulissen wieder. Wir lassen die Bilder für sich sprechen.

Lagon Bleu

Île aux Récifs: Verwitterte Korallenformen durch Erosion enstanden.
Île aux Récifs: Kokosnusshain

Inmitten der Lagune befindet sich das als Aquarium bezeichnete Riff, dessen Treiben der Fische dem Name alle Ehre macht.

Das Leben auf den Atollen ist harsch, unwirtlich und zugleich paradiesisch. Es wächst kaum etwas, es gibt kaum Obst und Gemüse und das einzige Süßwasser wird durch den Regen gewonnen. Das macht Wasser, in einer Umgebung die vor Salzwasser strotzt, zu einem raren Gut, das nicht selbstverständlich zur Verfügung steht. Daraus ergeben sich alltägliche Probleme, wie das Waschen von Wäsche, Geschirr oder auch einem selbst. In der Trockenzeit von April bis Oktober kann es passieren, dass kein Wasser mehr zu Verfügung steht, dann muss das Geschirr in der Lagune gewaschen werden. Je nach Größe und vor allem Wassertiefe der Lagune kommen einmal pro Woche oder auch nur einmal pro Monat Versorgungsschiffe mit notwendigen Waren aus Tahiti.

Noni-Frucht – Geschmack und Geruch sind ähnlich dem von Hand- oder Gorgonzolakäse.
Außer der Spinne beachtenswert der Duschvorhang 🙃❄

Wir melden uns wieder von Tikehau, einem noch abgelegeneren Atoll, das vor allem auch viel kleiner und noch beschaulicher ist.

24 Gedanken zu “Rangiroa

  1. Pingback: Bora Bora | tactoburn

  2. Unfassbar schöne Fotos von Rangiroa, die wir mit den tollen Beschreibungen und Texten genießen dürfen. Vielen Dank und weiterhin viele tolle Eindrücke und Erlebnisse.
    Ich bin gespannt, wie es in Tikehau weitergeht.
    Liebe Grüße aus dem Saarland

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  3. Pingback: MatschFinder

  4. Traumhaft schön ☺️
    Aber schwer vorstellbar für uns, mit einer solchen Wasserknappheit umgehen zu müssen. Insofern sind wir hier auch im Paradies, nur wissen wir es viel zu selten zu schätzen …
    Seid ihr getaucht oder sind die Filme aus dem Aquarium?

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    • Wir sind in unserem Luxus sehr wohl auch in einem Paradies! Auch was das Klima angeht meiner Meinung nach 😉
      Die Videos sind beim Schnorcheln in der Lagune entstanden mit der Unterwasserkamera. Kein Aquarium, sie nennen es dort nur so. Offiziel ist das auch die Bezeichnung auf der Landkarte 🐠🐬

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  5. Sind Spinnen und Wasserknappheit der Preis fürs Paradies ?
    Die Bilder sind fantastisch! Es ist doch beeindruckend, welche Herrlichkeit in den Möglichkeiten der Zusammensetzung der Teilchen steckt

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    • Musste erstmal gucken welcher Schatten. 😅
      Der Schatten ist vom Boot, von dem aus wir ins Wasser sind.
      Emil kann gespannt sein auf den nächsten Beitrag, da gibt es Haie und Mantarochen 🦈🐋

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  6. Es fällt mir schwer, etwas dazu zu schreiben – diese Schönheit verschlägt einem die Sprache 🥹❤️😘 Unglaublich.. wie toll sind die Delphine 💞 und die Videos – danke 🙏🏻💗 müsst noch unbedingt vom Essen dort erzählen ☺️ Ganz viel Spaß weiterhin und ganz liebe Grüße 😘🙅‍♀️💕

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    • Danke 😘
      Ja, die Delfine waren so unglaublich bezaubernd. Sie schienen so fröhlich und quietsch fiedel 🐬. Sie sind auch ganz nah gekommen. 🥰
      Vom Essen gibt es gar nicht so viel zu berichten auf den Atollen, weil es da ja nicht viel gibt. Sie haben Fisch und Reis und Kokosnuss. 🥥🍚🐡

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  7. Wir verfolgen auch ganz gespannt eure Reise. Es sieht definitiv paradiesisch aus. Genießt die Zeit. Freuen uns auf weitere tolle , spannende Bilder und Berichte.
    LG Nina und Christian mit Kids

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