Cusco und das heilige Tal

Nach den Tropen sind wir in den Anden gelandet, wo wir die Höhe deutlich spüren können. Von der Höhenkrankheit „Soroche“ sind wir trotz radikalem Aufstieg von 0 m Meereshöhe auf fast 3800 m zum Glück verschont geblieben. Allerdings spürt man die körperlichen Auswirkungen bei Anstrengung zugleich.

Cusco, auf Quechua „Qosqo“, ist die Hauptstadt des Inkareiches gewesen. Einer Legende nach wurde dem ersten inca (dt.: König) Manco Capac vom Sonnengott Inti befohlen, einen Ort zu finden, der der Nabel der Welt sei. An diesem Ort könne er einen goldenen Stab so weit in den Boden schieben bis er komplett verschwinden würde. Dies war Qosqo, was übersetzt der Nabel der Welt bedeutet.

Die Spanier begannen nach ihrer Eroberung Kirchen und Gebäude auf die beeindruckende Baukunst der Inka zu setzten, die Steine fugenlos ineinander setzten. Am Beispiel der Kirche auf Inkamauern gut zu erkennen:

Beachtenswert ist auch, dass die Bauten der Inka exakt an die Berge und die Struktur des Gesteins angepasst waren, da Pachamama und damit auch die Berge für die Inka heilig waren und sie diese nicht beschädigten.

Auf diesem Bild, von der Inkastätte in Ollantaytambo fotografiert, seht ihr im gegenüberliegenden Fels die Vorratskammern der Inka, die genau an den Berg angepasst wurden.

Hier im heiligen Tal spricht man Quechua und kann beeindruckende Inkastätten besichtigen. Dabei ist der Terassenbau der Inka beachtenswert, der ihnen den landwirtschaftlichen Anbau an den Berghängen ermöglichte.

Blick ins heilige Tal

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Die landwirtschaftlichen Terrassen, die die Inka angelegt haben, heißen auf spanisch „andenes“. Die Spanier waren von den Terassen und dem damit möglichen landwirtschaftlichen Anbau im Gebirge so beeindruckt, dass sie das Gebirge nach den Terassen benannten. Angeblich haben die Anden daher ihren Namen.

Hier noch ein paar Eindrücke aus Cusco und Ollantaytambo:

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Das Wappen der Stadt in der Mitte

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Cusco

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Ollantaytambo

Übrigens … Peru kennt über 3000 Kartoffelarten und über 50 verschiedene Sorten Mais.

12 Gedanken zu “Cusco und das heilige Tal

  1. Dieser Beitrag ist wieder überwältigend. Am liebsten würden wir uns zum Mittelpunkt des Sonnenreiches beamen lassen, um diese unbeschreiblichen Eindrücke selbst erfahren zu können. Aber es ist schön, dass Ihr das sehen könnt. Wir freuen uns mit Euch!!!
    Wisst Ihr wo das Kloster Santo Domingo ist? An der Stelle glänzte eine Sonne aus reinem Gold. Vor der Eroberung durch die Spanier waren die Paläste der Stadt mit getriebenen Goldlagen verkleidet.(habe ich nachgelesen).
    Ihr seht gar nicht geschafft aus, habt wohl heimlich trainiert?!Bleibt weiterhin gesund und neugierig, wir sind schon süchtig nach Euren Bildern und Texten!!
    Liebe Grüße aus Wiederau von Klaus und Renate.

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    • Ihr beiden, das sieht nur so aus 😉 wobei man, wenn man wie wir immer alles zu Fuss macht irgendwann geübt ist. Aber das Auf und Ab hier bei den steilen Straßen ist schon was… Nichts jedoch gegen den Berg Wayna Picchu, den wir gestern bestiegen haben. Das war schon eine Kletterpartie. Mehr dazu im nächsten Beitrag!
      Das Kloster Santo Domingo haben wir für euch eingestellt, es ist das auf den Inka Mauern errichtete. Die Spanier haben leider fast alle kulturellen Schätze und Wertsachen geplündert.

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  2. Mann, Mann, Mann…sind die Alpakas soooo wuschelig ;-). Auf jeden Fall ist das eine krasse Gegend da. Die Inkastätten würden mich auch sehr interessieren.

    Habe weiterhin viel Spaß und schöne Erlebnisse.

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    • Hatte ein Babyalpaca auf dem Arm, es ist wirklich unglaublich niedlich und wollig. An diesen geschichtsträchtigen Orten kann man sich prima in eine vergangene Zeiten zurückträumen! Es umgibt sie etwas mystisches. Schade, dass Du nicht dabei bist!

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  3. Beeindruckend, die Bilder der Stätten der alten Hochkultur der Inka zu sehen und die farbenfrohe Kleidung der Indios, die Vielfalt in den Markthallen – da erscheint unsere grau-blau-schwarze (Kleidung) oft trist und eintönig …
    Die Berge sind sehr beeindruckend, erscheinen steil und hoch – das ist doch bestimmt eine Herausforderung für euch Saarbrücker-Flach-Ländler ;0)) 3.800 m – da pocht das Herz, der Atem wird flach und der Kopfdruckt steigt – ihr müsst viel trinken um euch zu akklimatisieren…
    Ich sitze am Schreibtisch in 220 m – mein Abenteuer besteht darin mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren – da kann man schon neidisch werden. Ich freue mich auf die weiteren Berichte von eurer Reise und euren Erlebnissen.
    LG

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    • Es ist wirklich ein sehr buntes Treiben hier. Die Stoffe hier sind genau mein Ding. Die Höhe ist für uns tatsächlich eine große Herausforderung, vor allem, weil wir hier ja den ganzen Tag zu Fuß unterwegs sind und alles erkunden. Wir sind ja nicht nur Flachfländer, wir sind auch nicht trainiert, wie die Matschfinder 😉 aber wir sind fit und motiviert, das hilft!

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  4. Pingback: Cusco und das heilige Tal | MatschFinder

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