Salar de Uyuni – eine Reise von Bolivien nach Chile

Vielleicht die kälteste und sicherlich die windigste Erfahrung, die wir bisher gemacht haben. Der Wind wird geschätzte 100 km/h gehabt haben. Nicht umgeweht zu werden hat einiges an Kraft gekostet. Die dreitägige Fahrt beginnt in der absolut unwirklichen Wüstenstadt Uyuni in Bolivien und endet in San Pedro de Atacama in Chile.

Friedhof in Uyuni

Uyuni ist so unwirklich wie sein Friedhof der Züge an dem die Reise beginnt. Hier sind Züge, die früher für den Transport von Gütern bestimmt waren, einfach abgestellt worden und verrotten nun dort. Die Reise beginnt auf 3670 m Höhe.

Die Fahrt geht weiter zum Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Welt mit 10 Milliarden Tonnen Salz auf einer Fläche von 12.000 Quadratkilometern, an einer Stelle über 90 Meter dick. Diese unwirkliche Landschaft und die endlose Weite ist wie eine weiße Leinwand, die neu gestaltet werden kann.

Unter dem Salar lagert das größte Lithiumvorkommen der Welt. Verschiedene Forschungsteams erarbeiten Methoden des Abbaus.
Mitten im Salzsee befindet sich die Isla Incahuasi (Quechua: Inka wasi „Haus der Inka“), eine versteinerte Koralleninsel auf der nicht viel wächst außer ein paar Grasbüschel und bis zu 10 Meter hohe Kakteen. Die Kakteen wachsen einen Zentimeter im Jahr; manche sind 1200 Jahre alt.

Die Unterkünfte während dieser dreitägigen Reise sind aus Salz gebaut, spärlich und unbeheizt in Schlafräumen mit 6 Personen, da rückt man enger zusammen und es wird kuschelig. In mancher Unterkunft ist alles aus Salz – Wände, Betten, Stühle, Tische …

Vom Salar de Uyuni geht es weiter zu den verschiedenen Lagunen, die einem das Beobachten von Flamingos ermöglichen.

Je näher man der chilenischen Grenze kommt, desto häufiger werden Vulkane. Auf dem unteren Bild zu sehen, der aktive Vulkan Ollagüe. Man kann links kleine Rauchschwaden erkennen, die dem Vulkan entsteigen.

Andensäbelschnäbler

Starker Wind und raue Natur haben die Landschaft geprägt und interessante Steinformationen hervorgebracht.

Árbol de Piedra

Auf unserer Reise erreichen wir 5000 m über dem Meeresspiegel. Es geht durch Salzseen, Lagunen, Geysire und mehrere Wüsten. Es sind nachts ca. -20 Grad. Da wir morgens um 4 Uhr starten, bekommen wir diese Kälte deutlich zu spüren.

Thermalquellen, nur eine aus unserer Gruppe hat sich das Baden getraut. 

Die grüne Lagune ohne Lebewesen, da die Lagune arsenhaltig ist.

Salvador Dalí Wüste

Der Nachthimmel, die Sterne sollen nirgendwo so gut zu sehen sein wie in der Atacama Wüste, an deren Grenze wir uns bei der folgenden Aufnahme befunden haben. Es war wirklich beeindruckend, der Sternenhimmel in der Wüste bei über 4500 m.

SONY DSC

15 Gedanken zu “Salar de Uyuni – eine Reise von Bolivien nach Chile

  1. Hallo Ihr Beiden, danke für diesen Bericht über eine so entfernte und sicher auch ein wenig lebensfeindliche Welt, die aber für uns vom gemütlichen Sessel aus so beeindruckend ist. Auch Lisa-Marie schaut sich gerade mit Staunen diese Fotos bei uns an. Ihr gefallen die Flamingos so sehr!
    Was würde wohl Gulliver zu diesen Montagen sagen? Ich glaube, ihm wäre es dort zu kalt und zu salzig!
    Noch ein paar schöne Tage wünschen wir Euch
    Klaus, Renate und Lisa-Marie.

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    • Diese Welt war oder ist wirklich lebensfeindlich! Beim Anblick der Flamingos hätte ich auch weinen können. Das sind so wunderschöne Tiere. Gulliver hatte doch überall Anpassungsschwierigkeiten 😉

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  2. Pingback: Salar de Uyuni – eine Reise von Bolivien nach Chile | MatschFinder

  3. Tolle Bilder, mit denen ihr uns an dem Abenteuer „Salzwüste“ teilhaben lässt. Bei den Hütten Übernachtungen hat sich Anne doch bestimmt an die Klostertaler Hütte in der Silvretta erinnert. Wobei die 3.223 m am Gipfelkreuz der Schneeflocke auch hart erkämpft waren 😉. 5.000 m sehr beeindruckend! Flamingos und Kakteen faszinierende Landschaft mit den Gysiren, Lagunen und Vulkanen. Danke für die schönen Bilder und bitte weiter so ….🙌🙏

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  4. Hallo Anne, hallo Thomas, wunderschöne und beeindruckende Bilder. Eure Reiseberichte sind sehr spannend und interessant. Danke für´s „Teilhabenlassen“. Passt auf euch auf und kommt gesund zurück.

    Grüße von den Köchen

    Brigitte

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    • Ich musste oft an Dich denken. Mir wurde das viele Wüste irgendwann zuviel, aber Dir hätte das gefallen. Musste oft unsere 12 stündige Fahrt durch Anza Borego und Mojave denken … du weißt ja 😉

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  5. Wow!!!
    Beim Lesen und Bildergucken überträgt sich so ne ganz besondere Stimmung. Es wird ganz leise und ich bin beeindruckt von den Skurilitäten mit denen unser Planet auffährt.
    Bei dem Bild von den Thermalquellen dachte ich direkt: „Geil, nix wie rein!“ Warum hat sich nur eine getraut? Wars zu kalt?

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