Carrara – Pisa – Florenz – Val d’Orcia: die Toskana

Eine Tour durch die Toskana ist abwechslungsreich. Mit ihren kunst- und kulturträchtigen Städten wie Florenz oder Pisa und der typisch hügeligen Naturlandschaft mit Pinien, Säulenzypressen, Olivenbäumen und Weinreben ist hier für ein umfängliches und abwechslungsreiches Programm gesorgt. Abseits der Städte scheint sich das Tempo des Lebens zu verlangsamen.

Das von der Landwirtschaft geprägte Val d’Orcia steht auf der Liste des UNESCO-Welterbes.

Unsere Reise führt uns auf einen Abstecher nach Carrara. Dort kommt der bekannteste und wahrscheinlich auch teuerste weiße Marmor der Welt her. Die weißen Steinbrüche sind schon von weitem zu sehen.

Der Carrara-Mamor ist durch den Renaissance Bildhauer Michelangelo berühmt geworden. Carrara hat, ebenso wie Pisa und Florenz, einen Dom aus Marmor. Der Stein ist hier derart allgegenwärtig, dass sogar die Bordsteinkanten in Carrara aus Mamor sind.

Unserer Meinung nach darf man einen Besuch der quirligen Stadt Pisa nicht versäumen. Den Piazza dei Miracoli anzusehen und zu besichtigen ist eine wahre Freude gewesen. Betritt man den Platz von Westen, was wir durchaus empfehlen würden, spaziert man durch die Porta Nuova Pisa und da lugt der berühmte Schiefe Turm von Pisa bereits neckisch um die Ecke.

Der Piazza dei Miracoli ist Platz dreier beeindruckender Bauwerke aus Marmor, die umrahmt von einem minutiös gepflegten englischen Rasen ein perfektes Bild abgeben.

Das erste vom Tor aus zu betrachtende Gebäude ist das Battistero; ein rundes Baptisterium, dessen Kuppeln übereinander errichtet wurden. Eine Hälfte ist mit Dachziegeln, die andere mit Bleiplatten gedeckt. Johannes der Täufer krönt als vergoldete Bronzefigur das Dach. Das Baptisterium im romanischen Stil ist die größte Taufkirche in der christlichen Geschichte.

Der Duomo ist wunderbar grün-weiß verkleidet. Im Inneren beeindruckt eine vergoldete Holzdecke.

Der Schiefe Turm von Pisa hat etwas erheiterndes. Er scheint von ganz hinten zu rufen „Hallo, ich bin auch noch da!“ Das Bauwerk, offiziell der Glockenturm des Doms, wurde in knapp 200 Jahren fertiggestellt und ist dann mit Nachgeben des instabilen Untergrundes über die Jahre immer schiefer geraten. 600 Jahre lang seit seiner Enthüllung neigte sich der Turm jährlich um 1mm nach Süden bis in den 1990er Jahren das Bauwerk stabilisiert werden musste. Nun geht man davon aus, dass es noch 300 Jahre halten könnte. Eine amüsante Erscheinung, dieser Turm!

Die Toskana gilt als Kernland der Renaissance und ist mit ihrer Hauptstadt Florenz eine echte Augenweide für Kunst- und Kulturliebhaber. Die Kathedrale von Florenz gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Renaissance.

Im Vorfeld hatten wir gelesen, dass egal wie oft man nach Florenz zurückkehrt, man wird niemals alles gesehen haben. Und es gibt wirklich jede Menge zu sehen. Der Rat, dass man sich am besten ein paar Sehenswürdigkeiten rauspickt und dies mit einem gemütlichen Spaziergang verbindet erscheint uns ein guter Rat.

In der frei zugänglichen Loggia dei Lanzi kann man kunstvolle Statuen bestaunen, wie zum Beispiel der Raub der Sabinerinnen oder Perseus mit dem Haupt der Medusa.
Eine exakte Kopie von Michelangelos David bewacht den Palazzo Vecchio. Der Ort, an dem das Original einst stand.

Die Uffizien sind ein Gebäudekomplex in Florenz, welche mit der Galleria degli Uffizi eines der bekanntesten Mussen der Welt beherbergt. Hier kann man Werke von der Antike bis zum Spätbarock bestaunen, wenn man erst einmal den gewaltigen Eindruck der Gänge mit ihren zahlreichen Fresken verdaut hat.

Zum Abschluss noch Schnappschüsse vom wunderschönen und kulturreichen Florenz am Arno.

17 Gedanken zu “Carrara – Pisa – Florenz – Val d’Orcia: die Toskana

  1. Bin gerade wirklich gerührt und erinnere mich nostalgisch an meinen Besuch in Florenz.. 😌💕 Die Bilder sind so schön und inspirierend und eure Darstellung wie immer top ☺️👍🏼
    Ich kann nur in allem zustimmen, es ist sehenswert und man will es auch wieder erleben 🥰
    Oh und die Val d’Orcia ist so pittoresk, dass sie auch einem Kunstwerk ähnelt.. Alles ist so ästhetisch, mir geht das Herz auf..
    Bella Italia ❤️🇮🇹 ❤️
    Ganz liebe Grüße 🙅‍♀️💕😘

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  2. Mir geht es wie Theo, ich erinnere mich an meine Klassenfahrt Ende der 90er. Allerdings waren wir nirgendwo drinnen.
    Sehr tolle Eindrücke und mega Bilder 😃.

    Ich wusste gar nicht, dass man wieder auf den Schiefen Turm von Pisa drauf kann. Bei mir war er damals seit Jahren gesperrt.

    Hihi, ihr habt das Bild von dem „einen Haus“ in der Toskana gemacht 😄😉.

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    • Ja klar, das Val d’Orcia lag auf unserem Weg nach Rom, da mussten wir natürlich anhalten 😉
      In den 90ern war der Turm auch gesperrt, da er 1993 4,47m aus dem Lost geraten war. Das sind 5 Grad von der Vertikale entfernt. Durch die Stabilisierungsarbeiten in den 90er Jahren konnte man ihn auf die Neigung, die er im 18. Jh. hatte korrigieren. Das entspricht einer Korrektur der Neigung um 43,8 cm.

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  3. Ich schließe mich den Vorkommentatoren an: Complimenti für die wunderbaren Bilder. Wart ihr gerade jetzt Anfang/Mitte August in Florenz, bei den Hitzerekorden? Dann sind wir uns vielleicht über den Weg gelaufen. 😉 Saluti aus Bella Italia! Anke

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